Death Valley: Rätsel um wandernde Steine gelöst
Eisschollen lassen die Steine über den Boden wandern und die Schleifspuren entstehen
Die mystischen, wandernden Steine auf dem Racetrack Playa im Death Valley National Park faszinieren Besucher seit Jahrzehnten. Jetzt denkt der Astronom Ralph Lorenz, mit seinen Kollegen das Rätsel gelöst zu haben, wie sich die Steine über den Sandboden bewegen und dabei Spuren hinterlassen. Eisschollen umklammern die Steine, heben sie an und reduzieren den Reibungswiderstand soweit, dass sie vom Wind wie Flöße bewegt werden können.
Im der Ausgabe 79 des American Journal of Physics, Vol. 79 vom 1. Januar 2011 beschreibt Lorenz seine wissenschaftlichen Erkenntnisse, nachzulesen unter http://barnesos.net/publications/papers/2011.01.AJP.Lorenz.Racetrack.Rafts.pdf. Hierin wird ebenfalls ein von jedermann nachstellbares Experiment beschrieben, für das man einen kleinen Stein, einen Behälter mit Wasser und ein Backblech voller Sand sowie einen Gefrierschrank benötigt.
Ralph Lorenz verbringt die meiste Zeit mit dem Studium des Saturnmondes Titan. Hierbei betrachtet er oftmals die Geologie der Erde um Hinweise zu erhalten. Die Oberfläche des Racetrack Playa ähnelt dabei einem ausgetrockneten Seeboden auf Titan. So kann man leicht verstehen, warum er und seine Kollegen sich für die wandernden Steine interessierten. Bisher hat niemand die Steine in Bewegung beobachten können da sie sich offenbar nur alle paar Jahre für wenige Sekunden am Stück bewegen.
Quelle: http://www.metafilter.com/104632/Death-Valleys-sliding-rocks-may-actually-hitch-a-ride-on-ice-rafts 16.06.2011